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27. Mai 2008

Website für Wunderkinder

Bei Heidelberg denkt man an Freimaurer. Steine habe ich gesehen bei der EUROBOT 2008 vom 21. bis 25. Mai 2008, nur ging es um morgen, statt um gestern. Durch unseren Kontakt zur Hochschule Heidelberg (SRH) hatten wir von der geplanten deutschen Premiere der Innovationsveranstaltung gehört, die seit 1998 jährlich eine Robotik-Weltmeisterschaft und Konferenz abhält. Unter dem diesjährigen Motto "Mission to Mars" trat die weltweite Speerspitze der Roboter an, unter anderem auch "Skarabaeus" (siehe Bild), eine Entwicklung des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), der unterschiedlich temperierte Steingebilde durch Wahl des richtigen Kühlbehälters als Lebendmaterie heil zur Basisstation bringen sollte.



Nachdem wir davon gehört hatten, konnten wir uns über die gruselige Ästhetik vieler Robotik-Sites nur wundern. Eine beeindruckende Übersicht über ihr Können liefert transit-port.net. Allerdings: die High-Tech-Mechas erkunden Planeten, entnehmen Tiefseewasserproben, bauen Autos zusammen und zeigen Emotionen: u.a. als Probanden für Studenten der Zahnmedizin. Da sollte schon etwas mehr als Teletext-Design drin sein...

Für die Website der EUROBOT hatten wir freie Hand in Konzeption, Design und Technologie. Ich finde, man sieht, dass es Spaß gemacht hat. Das Design sollte zeitgemäß und einladend sein, das Content Management System (CMS) war wichtig für die Wissen-Scouts aus Unternehmen, um im Job-Market nach Forschern suchen zu können – und natürlich für die WM-Ergebnisse.

Und nachdem ich "Skarabaeus" kennen gelernt habe, ist mir klar, warum Roboter in Japan Kult sind. Dort kommen schon heute auf 10.000 Arbeiter 349 Roboter und an weiteren wird gebastelt. In der Entwicklung sind Serviceroboter (via wiwo.de), die den Haushalt in Schuss halten und Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern betreuen sollen. Da haben Roboter in Deutschland es noch besser: Bei der Hannover Messe 2008 schulte VW noch Menschen, um mit Robotern umzugehen. Ich plädiere für eine Balance aus Spiel und Perfektionismus, denn genau das fand ich an der Veranstaltung so inspirierend: unlimitiertes, kreatives Denken in funktionierende Technologie gegossen. (Bildnachweis: cyperfection)

Mehr dazu (Pressemitteilung) in Kürze bei uns.

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