21. Mai 2008
Marken-ID in Zahlen
AdAge widmet Peugeots Markenführung nach Zahlen einen eigenen Videocast. Schon 1963 nahm der Franzose Marke ernst und mahnte Porsche mit dem geplanten 901er ab: Peugeot hatte sich die Rechte an dreistelligen Modellbezeichnungen mit einer Null in der Mitte schützen lassen. Fiat blieb verschont und die Neuauflage des 1957-75 gebauten Fiat 500 Nuova zeigt in meinen Augen, wie Markenführung für eine Legende heute funktioniert.Der TV-Spot der italienischen Werbeagentur 515 Creative Shop hat mit "Everyday Masterpieces" die Besonderheit und Nahbarkeit der Marke meiner Ansicht nach erfasst und die Motion-Design-Drehung am Schluss erkennt man auch aus dem Augenwinkel. Das Design der deutschen Website fiat500.de führt den verspielten Tonfall der Klassik fort: Nicht nur durch sein unkommerziell anmutendes Design, sondern auch durch sein Blog, in dem die Stilgarde deutscher Jungprominenter ihre persönlichen "Everday Masterpieces" verrät. Ein paar mehr Kommentaranreize hätte es gebraucht, aber dennoch ist dies ein Beispiel dafür, wie man eine internationale Kampagne im Web Länder-spezifisch nahbar macht, meiner Meinung nach.
Dass Automobilhersteller in der Markenkommunikation eine neue Dimension berücksichtigen sollten, hat ein ganz anderes Beispiel nett gezeigt: Porsches jüngster Erlkönig, der Panamera, war letztes Jahr bereits 12 Tage öffentlich, als er die Online-Redaktionen der Tageszeitungen erreichte: Das unverhüllte Modell war in einem privaten Video auf der Website der Automobil-Community Bidgo.de zu sehen, hochgeladen von einem Mitglied namens "italian job". (Bildnachweis: NZR77/flickr/Lizenz)
Labels: Fiat, Markenführung, Markenidentität, Peugeot, Porsche, Usability





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