23. April 2008
Markenführung im Online-Shop: Boss oder Buddy?
Rund 80 Prozent der 38 Millionen Internetnutzer in Deutschland sind auch Online-Shopper, so die jüngst erschienene Studie der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung AGOF e.V. Und viele von ihnen shoppen schon gemeinsam: Social Commerce, Online-Shops mit Modulen zum Austausch und Kommentaren der Käufer, sind nun offiziell Trend.So hat Amazon, der Erfinder des "wer das kauft, mag auch das", in den USA bereits Nutzerprofile und die Vernetzung der Käufer untereinander eingeführt, mit dem Programm "Friends & Interesting People". Damit ist das klassische E-Commerce-Unternehmen, im Gegensatz zu den jungen, gebürtigen Social-Commerce-Anbietern wie Ottos Shopping-Community Smatch.com oder Edelight, ein Umrüster.
In 2.0-Kreisen gilt der klassische E-Commerce, sprich: online Sehen-Kaufen-Gehen ohne Buddying heute fast schon als Schwarzweißfernsehen. Und nun kommt Boss Black: Spannend gestaltet sich für mich die Markenführung der großen Offline-Labels, die jetzt nachziehen ins Netz, wie der Modekonzern Hugo Boss, der Ende 2007 seinen Onlineshop ankündigte. Beeindruckend muss er werden, soviel steht fest. Wie wird Boss sich wohl zeitgenössisch in einen Shop übersetzen? Dass die Boss-Kundin sich mit Buddies munter austauschen will, ist bei dem Preis, den sie für Individualität zahlt, so wenig vorstellbar wie das Anschauen eines nachcolorierten Schwarzweißfilms, denke ich.
Labels: Community, Markenführung, Online, Online-Shop, Social Commerce





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